veröffentlicht am 25. März 2020 in Allgemein von

So beschäftigst du kleine Kinder, wenn du Homeoffice machst

 
Auf Grund der derzeitigen Weltsituation sind immer mehr Eltern gezwungen, sich zuhause ein Homeoffice einzurichten. Denn Kindergärten und Kitas haben geschlosssen, die Großeltern gelten als Risiko Gruppe und können auch nicht auf die Kleinen aufpassen.
 
Aber wie kann man es vereinen, mit einem kleinen Kind von Zuhause aus zu arbeiten?
 
#1 Nutze die Schlafenszeiten
Während ich diesen Artikel gerade schreibe, sitze ich neben meinem 6 Monate alten Baby Noah, der neben mir im Babynestchen schlummert. Immer wenn mein kleiner schläft, versuche ich zu arbeiten. Denn nur dann habe ich die nötige Ruhe. Den Haushalt kann ich besser mit ihm zusammen in der Trage machen. Wenn Kinder größer sind, kann man sie auch prima in den Haushalt mit einbinden.
 
#2 Kein schlechtes Gewissen

Viele Eltern haben ein schlechtes Gewissen, wenn ihr Einjähriges auf dem Boden sitzt und nichts weiter macht, als eine Fliege an der Wand zu betrachten. „Jetzt müsste ich mich mit ihm beschäftigen“, meldet sich die innere Stimme zu Wort. Dabei würden sie jetzt das Kind nur dabei stören, das Phänomen „Stubenfliege“ zu erkunden.Außerdem beobachtet es nicht nur das Krabbeltier: Gleichzeitig stärkt es sein Selbstwertgefühl, weil es sich unabhängig von der Zuwendung eines Erwachsenen amüsiert; und es schult seine Konzentrationsfähigkeit – eine wichtige Voraussetzung für den späteren Schulerfolg.

Sobald das Kind drei bis vier Monate alt ist, können (und sollten) Mamas und Papas das selbständige Spielen sogar fördern.

 
Nun gebe ich dir noch 6 Tipps an die Hand, wie du es schaffst, dass sich auch schon die Kleinsten ein bißchen selber beschäftigen können.

 

5 Anregungen für kleine Babys

Tipp 1: Einfach machen lassen.
Wenn sich dein Kind gerade allein „beschäftigt“, unterbrich es möglichst nicht. Das gilt für ältere Kinder, aber auch für Babys. Die meisten Säuglinge liegen nach dem Aufwachen erst einmal ruhig in ihrem Bettchen, spielen mit ihren Händen oder brabbeln vor sich hin. Diese Momente, in denen sich dein Kind selbst genug ist, sind der Beginn des selbständigen Spiels.

Tipp: Verlängern kannst du die Phase des In-sich-Versunkenseins, indem du eine bunte Rassel, einen kleinen Spiegel, Glöckchen oder Kuscheltiere ins Kinderbettchen legst oder am Gitter befestigst.


Tipp 2: Passende Umgebung

Erschaffe eine passende ja-Umgebung. Das heißt, einen Bereich, in dem sich dein Kind nicht verletzen kann und es sicher ist. Liegt dein Baby z. B. auf einer Decke, lege viele Spielsachen in greifbare Nähe. Krabbler und Kinder, die laufen können, brauchen eine sichere und reizvolle Umgebung. Etwa Polster zum Klettern und Gegenstände, mit denen sie bauen oder die sie auseinander nehmen können.

Tipp: Biete diese Spielsachen nur an, wenn dein Kind allein spielt. Danach werden sie wieder eingesammelt. Das erhöht den Anreiz.

 

Tipp 3: „Allein-Spielzeiten“ einführen.
Am besten finden kleine Kinder einen eigenen Spielrhythmus, wenn sie Gelegenheit haben, sich regelmäßig allein zu beschäftigen. Feste Spielzeiten (ein bis zwei pro Tag) sind ideal. Sorge für eine ruhige Atmosphäre, ohne laufenden Fernseher oder ablenkende Stimmen aus dem Radio im Hintergrund.

Tipp: Dein Kind spielt nicht allein? Spiel doch zunächst parallel neben (aber nicht mit) ihm und wende dich, sobald es in sein Spiel „abtaucht“, einer anderen Tätigkeit zu.

 

Tipp 4: Nur im Notfall eingreifen
Der Ball kullert weg, das Klötzchen bleibt nicht auf dem anderen – es gibt immer wieder Situationen, in denen dein Kind scheinbar Hilfe braucht. Trotzdem: Eile nicht sofort herbei, sondern warte noch einen Augenblick. Vielleicht kann es sein Problem selbst lösen.

Tipp: Manchmal genügt auch eine kleine Unterstützung, wie z.B. die Frage: „Was könnte man mit der Kugel noch machen?“ Und schon spielt dein Kind alleine weiter.

 

Tipp 5:Schraube deine Erwartungen herunter
Alle Kinder können allein spielen lernen. Aber wie lange, das hängt vom Typ ab. Normal ist, dass sich Kinder unter einem Jahr fünf bis zehn Minuten selbst beschäftigen, zwischen einem und drei Jahren 15 bis 30 Minuten. Wichtig ist aber, dass du in der Nähe bleibst.

Tipp: Nutze die Zeit für dich und lege mal die Beine hoch!

 

Arbeitest du auch im Homeoffice und hast Kinder? Wie gehst du mit der Situation um? Hinterlass mir doch gernen einen Kommentar!


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